Die lange Diskussion über die gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre habe nicht nur zu einer neuen Offenheit der lutherischen Kirchen zur katholischen Kirche geführt, sondern auch dazu, den eigenen Glauben tiefer zu verstehen. Dies betonte der Generalsekretär des lutherischen Weltbundes Ishmael Noko. „Wir haben es unter lutherischen Kirchen erstmals geschafft, präzise zu beschreiben, was die ,Rechtfertigung des Menschen aus der Gnade Gottes‘ für uns bedeutet.“ Das ökumenische Gespräch habe so dazu beigetragen, daß „wir selber besser als zuvor wissen, wer wir sind und was wir glauben. Das ermöglicht uns auch eine neue Offenheit gegenüber anderen christlichen Traditionen.“ Die gemeinsame katholisch-lutherische Erklärung, für viele ein Meilenstein der Ökumene, wird am 31. Oktober, dem evangelischen Reformationstag, in Augsburg feierlich unterzeichnet.