Mit der „Kunsttopographie der Diözese Linz“ liegt nun eine Übersicht über alle beweglichen Kunst- und Kulturgüter der Kirche in OÖ vor. Rund 104.000 Objekte wurden in sechsjähriger Arbeit vom Kunstreferat der Diözese Linz fotographisch und kunsthistorisch erfaßt und in einer Datenbank gespeichert. 473 Pfarren wurden besucht und inventarisiert. Für Erhaltung und Restaurierung der Kulturgüter, für Forschung und Wissenschaft sowie zur Fahndung im Diebstahlsfall wurde mit der Kunsttopographie eine wichtige Informationsquelle geschaffen.
Die Gesamtkosten des 1993 gestarteten Pilotprojekts beliefen sich auf 13,2 Millionen Schilling. Ein Drittel davon brachte die Diözese auf, ein Viertel der Kosten trugen die Pfarren, den Rest Land und Bund. Bischof Aichern unterstrich bei der Präsentation des Verzeichnisses, daß die Kunst der Kirche ein großes Anliegen sei. Landeshauptmann Pühringer würdigte die Inventarisierung des Kunstgutes als „Großtat der Diözese“, die auch für das Land große Bedeutung habe. Jedes Objekt sei ein Stück Landesgeschichte.
Die Diebe werden es künftig schwer haben. Denn die Verwendung der Daten zur Kulturgutfahndung ist laut diözesanem Kunstreferenten, Dr. Conrad Lienhardt, zentraler Aspekt der Initiative der Topographie, die auch im Ínternet abrufbar sein wird. Schon jetzt werden gestohlene Objekte via Internet gesucht: phttp:// www.dioezese-linz.or.at/ kunst/ fahndung