Ein Auto wird ganz selbstverständlich gewartet. Für die Ehe, die ein Leben lang halten soll, wird wenig getan. In Reichenau ist es anders.
Nicht wie üblich ein Sonntag für silberne und goldene Ehepaare sollte es werden, sondern ein Sonntag für alle (Ehe-)Paare. Und zwar nach einer Idee aus Deutschland, wo es in manchen Pfarren einen „Ehe-Tüv-Sonntag“ gibt.Tüv ist dort das Pickerl für das Auto, das bescheinigt, daß das Gefährt technisch in Ordnung und damit fahrtüchtig ist.Das heurige „Jahr der Familie“ gab den Anstoß, daß der Arbeitskreis „Ehe und Familie“ der Mühlviertler Pfarre Reichenau unter dem Motto „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“ erstmals zu einem Ehe-Sonntag eingeladen hat – einem Tag, der zum Dankbarsein und zur Reflexion der Ehe bzw. Partnerschaft anregen sollte.Viele Paare sind mit ihren Familien der Einladung gefolgt. Die Kirche war bis zum letzten Platz gefüllt. Anstelle der Predigt waren drei Paare eingeladen, aus der Lebensgeschichte ihrer Ehe zu berichten. Zur Sprache kamen dabei die schönen, gemeinsamen Zeiten, aber auch die Probleme, die bewältigt werden mußten.Im Pfarrsaal fand dieser Ehe-Sonntag dann seine Fortsetzung. Eine Jungschargruppe sorgte für die Bewirtung und eine eigene Kinderbetreuung machte es möglich, daß die Eltern Zeit hatten zur Begegnung. Es gab tatsächlich ein starkes Bedürfnis, miteinander zu reden, zu diskutieren, zu feiern. Nach diesem gelungenen Start soll es in Zukunft jährlich einen Sonntag für (Ehe-)Paare geben.