Im Österreich-Camp in der Nähe von Shkodra werden voraussichtlich noch in diesem Monat die meisten Zelte abgebaut. Dies teilte vergangene Woche „Nachbar in Not“-Koordinator Kurt Bergmann mit. Ursprünglich hatte man damit gerechnet, daß das Camp mindestens über den Winter in Betrieb sein wird. Auch das von Peter Quendler organisierte Camp der Kärntner Caritas hat seine Funktion geändert. Von einem Aufenthaltsort wurde es zu einer wichtigen Zwischenstation für zurückkehrende Flüchtlinge, wo sie sich sicher vor Überfällen ausruhen können und wo sie die notwendige Hilfe für die Weiterreise bekommen.„Nachbar in Not“ will die ursprünglich vor allem für das Österreich-Camp vorgesehenen Spendenmittel nun zum Wiederaufbau und zur Akuthilfe für Notleidende im Kosovo einsetzen. Insgesamt wurden seit Ostern 536 Millionen Schilling gespendet, 120 Millionen davon wurden für die bisherigen Hilfsmaßnahmen ausgegeben. Der Schwerpunkt der weiteren Arbeit von „Nachbar in Not“ ist das „Österreich-Projekt“ in der Region um Istok im Norden des Kosovo. Mit Nahrungsmittel, der „Aktion Saatgut“ und der „Aktion Dach über dem Kopf“ soll den rund 60.000 Bewohnern geholfen werden. Ihre 52 Dörfer sind zu 90 Prozent zerstört worden.