Ein Stimmrecht für Frauen bei weltweiten oder kontinentalen Synoden der katholischen Kirche hat die Vorsitzende der Vereinigung der Ordensoberinnen, Schwester Rita Burley, zur Debatte gestellt. Ordensfrauen und Frauen insgesamt seien heute durch ihre bessere Ausbildung und theologische Kompetenz bereits in vielen Bereichen der Kirche in wichtigen Aufgaben tätig. In immer mehr Diözesen sind Frauen auch in den obersten Beratungs- und Leitungsgremien tätig. Es stelle sich daher die Frage, so die Sprecherin von 2000 Ordenoberinnen, ob bei den Bischofssynoden weiterhin nur geweihte Priester ein Stimmrecht haben sollten und nicht auch kompetente Frauen. Zum Selbstverständnis der Orden meinte die 54jährige Britin: „Wir sind etwas anderes als karitative Nichtregierungsorganisationen, die zufällig auch beten. Das Zentrum des Ordenslebens ist die Nachfolge Christi.“