Ausgabe: 1999/29, Bruderschaft, St. Pius X, Lefebre
20.07.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. des 1988 exkommunizierten Erzbischofs Lefebvre sorgt wieder für Aufsehen. Nachdem das vor zwei Jahren ins Auge gefaßte Projekt einer Knabenschule in Ternberg mangels Interesse ad acta gelegt wurde, sorgten die konservativen Geistlichen kürzlich in Aigen/Mühlkreis für einen Eklat. Weil die Bruderschaft sowohl Gottesdiensträume als auch liturgische Feiern in der Form des 2. Vatikanums ablehnt, feierte man das Requiem für einen jung verstorbenen Mitbruder kurzerhand im angemieteten Aigener Vereinshaus. Danach wandte sich die Bruderschaft mittels Postwurf an die Pfarrbevölkerung. Was Abt Martin Felhofer vom Stift Schlägl die Bezeichnung „sektiererisch“ (Zitat OÖ. Rundschau) entlockte. Zuletzt hatten die deutschen Bischöfe Dammertz und Kasper eindringlich vor der nicht in Einheit mit der katholischen Kirche stehenden Bruderschaft gewarnt.