Die Erzdiözese Palermo hat das Seligsprechungsverfahren für den 1993 von der Mafia ermordeten Priester Giuseppe Puglisi eingeleitet. Der Geistliche hat in einem Elendsviertel von Palermo durch gezielte Sozialarbeit versucht, die arbeitslosen Jugendlichen dem organisierten Verbrechen zu entziehen. Im Auftrag eines Mafiabosses wurde er durch Genickschuß „hingerichtet“. Der Mörder, der mit vier weiteren Personen verhaftet wurde, hat die Tat gestanden. Don Giuseppe wird in Palermo seit seinem Tod als Märtyrer verehrt. Die Seligsprechung kann laut Kirchenrecht erst fünf Jahre nach dem Tod des Betroffenen eingeleitet werden.