Die christlichen Kirchen Europas haben in einer gemeinsamen Erklärung jede Gewalt gegen Frauen verurteilt und zu einem stärkeren Engagement dagegen aufgerufen. In dem von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und dem Rat der katholischen Bischofskonferenzen veröffentlichten Schreiben werden die Kirchenverantwortlichen aufgefordert, „jede Form von gewalt gegen Frauen als Sünde und als Beleidigung der ihrer menschlichen Würde anzuprangern. Die Kirchen verurteilen die Vergewaltigung als Mittel der Kriegsführung. Der medieale Aufschrei dagegen sei berechtigt und notwendig. Gleichzeitig aber würden überall in Europa – oft unbemerkt oder verschwiegen – Frauen durch sexuelle und andere Formen körperlicher Gewalt bedroht, oftmals innerhalb der Familie. Tiefe Besorgnis wird darüber geäußert, daß Gewalt gegen Frauen sogar in kirchlichen Gemeinschaften und Insitutionen sowie in christlichen Familien vorkämen. Kritisiert wird von den Kirchen auch der zunehmende Handel mit Frauen und jungen Mädchen, die Zwangsprositution und der Sextourismus sowie die herbwürdigende Darstellung von Frauen in den Medien. Die Kirchen werden aufgefordert, Mauiern des Schwiegens zu durchbrechen und sich um Leidtragende zu kümmern.