Wie jedes Jahr konnte Marco auch diesmal die großen Ferien kaum erwarten, weil er dann einige Wochen zu den Großeltern fahren darf. Sie haben einen Bauernhof. Ganz warm wird Marco ums Herz, wenn ihn die Oma in die Arme schließt und seine Eltern tröstet: „Macht euch keine Sorgen, bei uns ist der Bub gut aufgehoben!“ Oma ist spitze: Sie macht die supermegacoolsten Kuchen und ohne ihren Hollersaft wären die Ferien nur halb so schön. Bei Oma schmeckt Marco sogar die Gemüsesuppe. Der Opa redet nicht viel, er wirkt sehr besonnen, aber in seiner Nähe ist es Marco immer, als ob es keinen sichereren Platz auf der Welt gäbe. Opa erklärt und zeigt ihm vieles und manchmal lässt er ihn sogar den Traktor anstarten. Das Schönste ist aber für Marco, wenn er seine Freunde wiedersieht, Chrisi, Franziska, Julia und Gernot – es sind Kinder aus dem Dorf. Jedesmal ist die Wiedersehensfreude groß und der Opa macht immer ein Lagerfeuer und erlaubt, dass die Kinder eine Nacht im Heu schlafen. Es ist alles anders als in der Stadt. Jedes Eckchen und jeden Winkel kennt Marco hier. Da ist es nicht verwunderlich, dass er sich das Paradies so ähnlich vorstellt wie die großen Ferien bei seinen Großeltern. Daheim bleibt er an einem freien Tag gern noch ein wenig liegen – aber in den Ferien ist er ein Frühaufsteher, damit er sich gleich mit seinen Freunden treffen kann. Den ganzen Tag wird gespielt, getollt und bei schönem Wetter gebadet. Zum Fernsehen kommt er kaum und der Computer fehlt ihm auch nicht. Die Großeltern sind immer ein bisschen ängstlich, dass ihm auch ja nichts passiert, denn natürlich gibt es viele Gefahrenquellen, wie zum Beispiel die Futterluke, das Mähwerk, die Holzsäge, nicht zu vergessen das Radfahren. Aber Marco ist sehr vernünftig. „Oma, ich verspreche dir gut auf mich aufzupassen!“, tröstet er seine Oma öfter. Wenn Marco so redet, ist die Oma gleich wieder besser aufgelegt.