Was nehmen wir wahr? Wahr ist beides: Die lauten (und bedrückenden) Ereignisse wie Krieg und Katastrophe und die leisen Taten der Zuwendung. Die öffentliche Neugier läßt die Gute Nachricht auf die schwerer auffindbaren Innenseiten der Zeitungen rutschen – wenn überhaupt. So erfahren nur wenige vom Einsatz etwa des Haslachers Adolf Hohensinn, der seit Ende 1996 dreißig Mal nach Bosnien fuhr, um fast 100 von ihm vermittelte Patenschaften zu betreuen. Heuer ermöglichte er zudem 35 bosnischen Kindern Ferien in Oberösterreich. Auch der Linzer Otto Hirsch, der in Split das Friedensdorf MIR für behinderte Kinder aufbaute, arbeitet im Stillen. Ein zweiter Bauabschnitt ist in Planung, auch Arbeitslose werden beschäftigt . . . Was nehmen wir wahr? Für welchen Teil der Wirklichkeit sind wir sensibel? – Hohensinn und Hirsch sind Träger des Kirchenzeitungs-Solidaritätspreises. Dieser will auch den Blick für Gute Taten schärfen. Schicken Sie uns Vorschläge!