Seit einem Jahr tobt im Herzen Afrikas ein Krieg, an dem fünf Staaten direkt beteiligt sind. Doch niemand weiß wirklich: Wo die Front verläuft. Wie viele seit Monaten im Urwald versteckt leben. Wie viele Tote es gibt. Und wurde noch vor kurzem geklagt, dass die Medien ein zu schwarzes Bild – nur Elend und Krieg – vom Kontinent zeichnen, so ist der Kongo-Zaire heute nicht einmal mehr eine Randnotiz wert. So können wenigstens die Kriegsgewinnler ungeschoren ihre fette Beute machen. In Kinshasa wechselten alleine im Juli 480.000 Karat Diamanten für 160 Mill. Schilling ihre Besitzer. Klar, dass die „Erste Welt“ kein Interesse für Frieden im Herzen Afrikas zeigt.