Ein Naturphänomen wie es alle hundert Jahre vorkommt, sagen Astronomen. Ein Zeichen für das Ende der Welt, sagen andere mit Blick auf allerlei Weissagungen. Angstmacherei hat Hochkonjunktur, noch dazu steht das Jahr 2000 – der westlichen Zeitrechnung wohlgemerkt – bevor. Eine Goldgrube, um Profit daraus zu schlagen, rechnen sich die Dritten aus. Sie lassen sich touristische Schmankerln einfallen und bieten unnützen Ramsch feil. Wieder andere bereiten sich mit tiefem Staunen auf die bevorstehende totale Sonnenfinsternis am 11. August vor. Wie Franz von Assisi, der erblindet den Sonnengesang verfasst haben soll, freuen sie sich über „Schwester Sonne“ auch dann, wenn man sie nicht sieht. Offen gestanden, sind mir die Astronomen und die Staunenden am liebsten. Bei den anderen ist es kein Wunder, wenn die Sonne sich abwendet.