Was sagen Sie? Herbert Engelmayr: neuer Vorsitzender der Arge Armut
Hilfe for Ort, rasch und unbürokratisch.
Ausgabe: 1999/31, Engelmayr
10.08.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Herbert Engelmayr (43), Beamter aus Gunskirchen, ist neuer Vorsitzender der Welser „Arbeitsgemeinschaft Armut“, die versucht, die Armut vor Ort zu bekämpfen. Der Initator der Arge, Manfred Strutzenberger, ist im März 1999 verstorben.
Die Welser „Arge Armut“ ist untrennbar mit Manfred Strutzenberger verbunden. Wie werden Sie künftig weiterarbeiten?
Engelmayr: Nach dem Tod des Gründers hat sich die Gruppe, die derzeit acht Aktivisten zählt, einstimmig für den Fortbestand der Arge ausgesprochen. Unsere Hauptaufgabe ist wie bisher, für Hilfesuchende in Wels dazusein. Im Vorjahr konnten wir 250 Hilferufe – von Vermittlungsdiensten bis zu finanziellen Unterstützungen – rasch und unbürokratisch beantworten.
Was kann eine kleine Aktionsgruppe gegen die große Armut ausrichten?
Engelmayr: In Wels und Umgebung können wir sicher manches bewegen. Und wir können ermutigen, nicht angesichts schwerer Situationen zu erstarren, sondern sich umzusehen und Hilfe zu suchen. Darüberhinaus werden wir weiterhin bei öffentlichen Aktionen als Sprachrohr für jene fungieren, die keine Stimme haben.
Die Arge Armut ist jeden Freitag von 15.30 – 16.30 im Jugendzentrum D 22, Dragonerstr. 22, 4600 Wels erreichbar. Auch der Kalender „Kinder zeichnen Armut 2000“ (S 55,–) ist dort erhältlich.