Papst Johannes Paul II. hat die Lehre der Kirche über die Hölle verdeutlicht. Die Hölle existiere, aber sie meine „nicht so sehr einen bestimmten Ort, sondern die Situation dessen, der sich frei und endgültig von Gott entfernt hat“. Die Verdammnis sei eine „reale Möglichkeit“, aber man wisse nicht, ob und welche Menschen tatsächlich davon betroffen sind. Die in der Bibel geschilderten Bilder der Höllenqualen müssten interpretiert werden, betonte der Papst. Sie sollten die Menschen nicht in Angst versetzen. Vielmehr seien alle aufgerufen, ihren Lebensweg „frohgemut mit Christus zu gehen, der den Satan und den Tod für immer besiegt hat“. Die Hölle sei nicht eine Strafe oder Züchtigungsmaßnahme Gottes, sondern ergebe sich aus der Anlage des Menschen zur freien Entscheidung für oder gegen Gott, sagte der Papst bei seiner Generalaudienz am Mittwoch vergangener Woche.