Chile. Die „Wahrheit über die Verschwundenen“ in der Zeit der Militärdiktatur hat der Erzbischof von Santiago de Chile, Francisco Javier Errazuriz Ossa, verlangt. Die Militärs leugnen bis heute die Verantwortung für das Verschwinden Tausender Menschen unter dem Pinochet-Regime zwischen 1973 und 1990; ebenso halten sie alle Informationen zurück. „Ein Klima der Versöhnung“ müsse im Land geschaffen werden, betonte der Erzbischof. Das gelte nicht nur für die Familien der Opfer, sondern besonders auch für die Militärs. Die Schuldigen für die Folterungen, die Morde und das „Verschwinden“ müssten ihre Fehler bekennen und selbst um Vergebung bitten.
Kuppelkirche wieder offen
Assisi. Knapp zwei Jahre nach den schweren Erdbeben von 1997 ist eines der großen Heiligtümer von Assisi, die Basilika Santa Maria degli Angeli, am Wochenende wieder eröffnet worden. Zugleich wurde die 4,5 Tonnen schwere goldene Marienstatue an ihren alten Platz auf die Spitze der Kirchenfassade in 45 Meter Höhe zurückgehievt. Während die Basilika San Francesco über dem Grab des Heiligen erst zu Jahresende fertig sein soll, ist die weithin sichtbare Kuppelkirche über der „Portiunkula“ nun wieder zugänglich.
Kirche gegen Rüstung
Großbritannien. Die katholische Diözese Lancaster hat den Verkauf von kirchlichem Grund an „British Aerospace“, den größten Waffenproduzenten des Landes, aus ethischen Gründen abgelehnt. Zur Erweiterung ihrer Produktionsanlagen wollte die Firma die Kirche der Heiligen Familie von Freckleton kaufen und gleichzeitig ein neues Gotteshaus sowie einen Gemeindesaal bereitstellen.