Elija befindet sich in einer Grenzsituation: verfolgt vom Königshaus, flieht er in die Wüste. Seine Verzweiflung bricht auf: Was soll das Ganze? Wo ist Gott? Und Gott begegnet Elija, er hört „die Stimme eines feinen Schweigens“: Geh deinen Weg . . .
Dort (am Gottesberg Horeb) ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des Herrn erging an ihn: (. . . ) Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr war nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr war nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln. Als Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.
2. Lesung Röm 9, 1–5
In den Kapiteln 9–11 des Briefes an die Gemeinde in Rom schreibt Paulus über Israel. Paulus, Bruder den Juden „der Abstam-mung nach“, leidet daran, dass nur wenige zum Glauben an Jesus als den Christus gekommen sind.
Ich sage in Christus die Wahrheit und lüge nicht, und mein Gewissen bezeugt es mir im Heiligen Geist: Ich bin voll Trauer, unablässig leidet mein Herz. Ja, ich möchte selber verflucht und von Christus getrennt sein um meiner Brüder willen, die der Abstammung nach mit mir verbunden sind. Sie sind Israeliten, damit haben sie die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen, sie haben die Väter, und dem Fleisch nach entstammt ihnen der Christus, der über allem als Gott steht, er ist gepriesen in Ewigkeit. Amen.