Obdachlose Nachwuchsreporter. Rosa Rumetshofer von Arge für Obdachlose
Ausgabe: 1999/32, Rosa Rumetshofer
13.08.1999
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Rosa Rumetshofer von der ARGE für Obdachlose leitet die „Kupfermuckn“, die Zeitschrift der Obdachlosen in Linz. Ab der nächsten Ausgabe werden auch Jugendliche ohne festen Wohnsitz mitarbeiten.
Was treibt Jugendliche zu einem Leben auf der Straße? Viele kommen aus desolaten Familien. Oft wollen sie gesellschaftliche Normen nicht übernehmen oder kommen mit der Leistungsgesellschaft nicht zurecht.Welche Lebenseinstellung haben diese Jugendlichen? In ihren Texten kommt oft die Hoffnungslosigkeit durch und die Frage: Wo soll es im Leben hingehen? Die Startbedingungen sind alles andere als optimal. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, ihre Meinung öffentlich zu präsentieren, und die Chance, etwas kreativ umzusetzen, was auch bezahlt wird. In dem Sinne, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen.
Oft hört man, die machen ja nur Probleme ... Der Satz ist für mich überhaupt nicht passend. Man muss sich einmal überlegen, warum 13-jährige obdachlos sind, und nicht sagen, dass die nur provozieren. Sie haben ja das Leben noch vor sich. Wir wollen beim Wiedereinstieg in ein normales Leben helfen.
Die „Kupfermuckn“ gibt es im Straßenhandel. Sie kostet S 20,– pro Ausgabe. 10,– bleiben dem/der Verkäufer/in.