St. Pölten. Das „Anderssein“ blinder und sehbehinderter Menschen stand im Mittelpunkt der Tagung katholischer Blindenorganisationen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Stefan Müller, in Limburg vor zwei Jahren als erster Blinder zum Priester geweiht, betonte, das Anderssein bedeute Risiko, könne aber auch als Chance wahrgenommen werden.
„Kleine Herde“ ist kein Ziel
Eisenstadt. Bischof Paul Iby hält nichts von einer Kerngruppen-Kirche im Sinne einer „kleinen, dafür aktiven Herde“. In einem Zeitungsinterview warnte Iby davor, sich mit einem Apostolat innerhalb von Kerngruppen begnügen zu wollen. Von einer heilsamen Schrumpfung der Kirche zur kleinen Herde stehe „in der Bibel nichts geschrieben“, so der Eisenstädter Diözesanbischof: „Wir werden kleiner, aber das ist nicht das Ziel, das wir anstreben.“ Die Kirche habe den Auftrag, „zu allen zu gehen“.
Entscheidung für die Caritas
Wien. Mit einer „Einstweiligen Verfügung“ hat das Wiener Handelsgericht der FPÖ-Wien und ihrem Obmann, Hilmar Kabas, untersagt, Caritas-Heime als „Keimstätte illegalen Drogenhandels“ zu bezeichnen. Ebenso hat die Wiener FPÖ künftig die Behauptung zu unterlassen, dass in einem Caritas-Heim Suchtgift im Wert von einer Million Schilling sichergestellt worden wäre und dass durch Caritas-Mitarbeiter Drogenhändler „gedeckt“ würden. Die Caritas hatte im Frühjahr geklagt, nachdem sie wiederholt in Presseaussendungen in die Nähe des Drogenhandels gerückt worden war. Wiens Caritas-Direktor Landau hatte erklärt, die Caritas setze sich damit gegen „eine besonders üble Verleumdung durch einen FPÖ-Politiker zur Wehr“.