Die serbisch-orthodoxe Kirche hat in der Zusammenführung der verschiedenen oppositionellen Kräfte in Serbien eine Vermittlerrolle übernommen. Patriarch Pavle hat am Montag sämtliche Unterzeichner des neu gegründeten „Stabilitätspaktes für Serbien“ empfangen. Ziel der Plattform ist die Bildung einer Übergangsregierung aus parteilosen Fachleuten. Mit Vertretern des kirchlichen Leitungsgremiums, des Heiligen Synods, wurden Einzelheiten dazu abgesprochen. Für den 19. August, dem orthodoxen Fest der Verklärung Christi, ist vor dem Belgrader Parlament eine Großkundgebung der Opposition gegen Präsident Slobodan Milosevic angemeldet.Unterdessen forderte der serbisch-orthodoxe Bischof im Kosovo, Artemije, Milosevic vor das UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu stellen. Artemije, der vergangene Woche erstmals bei einer Protestkundgebung der Regimegegner vor 10.000 Menschen sprach, erklärte, die Kirche unterstütze die Forderung nach einem Rücktritt der jugoslawischen Regierung.