Der Vorsitzende der Brasilianischen Bischofskonferenz hat der Regierung Wortbruch vorgeworfen. Jayme Chemello klagte, dass Präsident Fernando H. Cardoso zwar die Vertreter der Kirche immer respektvoll empfange, die gegebenen Versprechen jedoch fast nie eingehalten würden. Außerdem sei den kirchlichen Hilfswerken und Einrichtungen der Status der Gemeinnützigkeit aberkannt worden. Wer in der „dramatischen Situation“ Brasiliens nicht Geschwisterlichkeit mit den Armen zeige, könne sich nicht christlich nennen, sagte Chemello gegenüber der Tageszeitung „La Croix“.