Die ersten Benediktinerinnen des Unbefleckten Herzens Mariä legten am 22. August 1949 das Ordensgelübde ab.Die Ordensgemeinschaft richtet ihr Leben nach den Regeln des hl. Benedikt aus. Die 157 Schwestern sind im pastoralen und sozial-caritativen Bereich tätig. Ihre Einsatzgebiete sind in den Diözesen Linz, Wien, Salzburg, Graz und St. Pölten sowie Augsburg, Würzburg und in Barreiras, Brasilien. Den Benediktinerinnen ist es ein Anliegen, dass sie für und mit den Menschen arbeiten und den Weg in den Fußstapfen des hl. Benedikt nicht alleine gehen müssen. Sie laden zum Mitgehen ein. Auch die Gastfreundschaft ist den Schwestern wichtig. So stehen die Türen des Klosters denen offen, die innehalten wollen.
Alles hat seine Zeit
. . . das Beten und Arbeiten, das Sorgen und die Geschäftigkeit, das Ausspannen und Loslassen, das Lachen und Feiern. Der heurige 15. August war für die Schwestern und jene, die mit ihnen wirken, ein Gedenk- und Feiertag. Und weil man zum Feiern gerne Gäste einlädt, haben die Schwestern ein Kloster-Dorf-Fest veranstaltet, zu dem viele Besucher kamen. Die Benediktinerinnen von Steinerkirchen haben bereits Generationen erzogen bzw. begleitet in Kindergärten, Schulen, im Religionsunterricht und bei Exerzitien, in den Pfarren und Altenheimen u. s. w. Das Kloster Steinerkirchen ist außerdem schon ein mittelgroßer Arbeitgeber. Dankbarkeit darüber konnte man bei Gesprächen auf dem Fest hören. Höhepunkt des Feiertages war der Festgottesdienst mit Bischof Maximilian Aichern und den vielen Ehren- und Festgästen. Ein buntes Rahmenprogramm lud zum Mitmachen und „Genießen“ ein. Es gab u. a. einen Frühschoppen, Tanzdarbietungen, ein eigenes Kinderprogramm, eine Ausstellung der Paramentik und der Mission in Barreiras. Union und Goldhaubenfrauen sorgten für das leibliche Wohl. Das Miteinander von Kloster und Gemeinde war wohltuend. Was ist der Auftrag Gottes in einer sich wandelnden Gesellschaft? – Die Priorin, Sr. Sabina, weist auf das Symbol der Hände hin: Es gibt viele verschiedene Hände – betende, bittende, Halt suchende, abgewiesene, große, kleine, alte, junge, gepflegte, ausgeschundene . . . „Diese Hände sagen mir: Wir alle, ob Bittende oder Halt Suchende, Abgewiesene, Alte oder Kranke, Ausgeschundene oder Not Leidende, sind Kinder des einen Vaters. Wir sind Geschwister und darum müssen wir jeden Menschen annehmen. Vielleicht können wir dann den Menschen vermitteln, dass Gott sie liebt.“
Geschichte
- 1923 Pater Norbert Schachinger, Benediktiner von Kremsmünster, lernt auf Kur in Meran eine „Oblatin des hl. Benedikt“ kennen. Von da an lässt ihn die Idee des Laienapostolates nicht mehr los. - 21. 11. 1926 Abt Leander Cerny von Kremsmünster nimmt die ersten zehn Oblatinnen auf. - 1928 Die ersten Statuten für die Oblatengemeinschaft entstehen. - 1932 „Subiaco“ in Kremsmünster, das erste Mutterhaus der Schwestern, wird eingeweiht. - 1947 Schon 80 Schwestern gehören der Gemeinschaft an. - 9. 2. 1949 Rom erteilt die Erlaubnis zur Errichtung der Schwesterngemeinschaft als „Benediktinerinnen des Unbefleckten Herzens Mariä“. Priorin wird Sr. Gertrud Watzka. - 22. 8. 1949 Siebzig Schwestern, die bisher durch Privatgelübde gebunden waren, legen ihr offizielles Ordensgelübde ab. - 1950 Subiaco wird zu klein; das Mutterhaus übersiedelt in den Pfarrhof von Steinerkirchen. - 1969 Das Stift Kremsmünster beschließt als Dank für das 1200jährige Bestehen, Patres für die Seelsorge nach Brasilien zu entsenden. Gleichzeitig werden drei Steinerkirchner Schwestern in die Mission entsendet. - 1988 Erste Kandidatinnen werden in Brasilien aufgenommen; in Brasilien entsteht eine benediktinische Gemeinschaft.