Ebensee zeigt, dass Behinderung kein Hinderungsgrund ist
Ausgabe: 1999/33, Ebensee
17.08.1999
- Ernst Gansinger
Ebensee (RH). Wieder einmal Neuland betrat der sich für behinderte Menschen einsetzende Lehrer Edi Scheibl, als er Körperbehinderte zu einer Wanderwoche auf den Feuerkogel einlud. 100 Freunde mit körperlichen Handicaps folgten seinem Ruf.Auf dem Ebenseer Hausberg verbrachten behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsame Bergtage. Nach einem ökumenischer Gottesdienst auf dem Feuerkogelplateau folgten vier Tage Bergerlebnis mit geführten Wanderungen in Kleingruppen und allem, was so dazugehört: Kameradschaft, Hüttenabend, Unterhaltung, gemütliches Beisammensein . . . Der Feuerkogel, nach dem Einbau eines Behindertenaufzuges bei der Talstation für Behinderte ein Berg ohne Schranken, bot sich für diese Bergwoche geradezu an. Bestens organisiert und unter anderem von der Feuerkogelseilbahn und der Bergrettung Ebensee sowie zahlreichen freiwilligen Helfer/innen unterstützt, fanden die Teilnehmer/innen ideale Bedingungen vor Ebensee fördert insgesamt das Miteinander von behinderten und nicht behinderten Menschen. So auch durch das Projekt „M 3“, für das am 3. Juli der Grundstein auf dem ehemaligen Salineareal gelegt wurde. Samariterbund Bad Ischl und der Verein „Ich bin Ich“ errichten hier eine Tagesheimstätte für 20 behinderte jugendliche Schulabgänger. „M 3“ heißt: Miteinander denken, miteinander reden, miteinander gestalten.