Für den Grazer Fundamentaltheologen Gerhard Larcher setzt der am Freitag vergangener Woche angelaufene Schwarzenegger-Film „End of Days“ einen Kinotrend fort: Vor allem in den USA boomen derzeit Filme mit Okkultem und Dämonen. „ Das ist eine Kompensation für die oft fehlende religiöse Bewältigung von Lebensproblemen“, meint Gerhard Larcher. Zuletzt hatten Streifen wie „Akte X“, „Armageddon“, „Impact“ und „Blair Witch Project“ für einen Ansturm auf die Kinokassen gesorgt. Der neue Streifen mit Arnold Schwarzenegger, in dem die „steirische Eiche“ gegen niemand Geringeren als den Satan antritt, setzt diesen Trend fort. Auch Roman Polanski, der in den 70er Jahren „Rosemary’s Baby“ als Inkarnation des Teufels inszenierte, versuchte sich wieder am Thema: In seinem in dieser Woche in den Kinos anlaufenden Film „Die neun Pforten“ steht ein Buch mit der Anleitung zur Beschwörung Satans im Mittelpunkt.Der Theologe sieht in dieser Anhäufung von Bösem auf der Kinoleinwand ein „Kokettieren mit der Millenniumswende“ und den damit eher unterschwellig verbundenen Ängsten. Gleichzeitig sei das „ein Begleitphänomen und die Kehrseite der säkularisierten Moderne. Durch die Hintertür der Vernunft eingedrungene Dämonen wirken umso irrationaler.“