Das Land OÖ. rechnet in den nächsten zehn Jahren mit 2000 zu schaffenden betreubaren Wohnungen.„Zur Schaffung bzw. Sanierung der notwendigen pflegerischen Infrastruktur wird für einen Zeitraum von 15 Jahren eine Gesamtinvestitionssumme von ca. 9,5 Mrd. Schilling kalkuliert.“ – So steht es im Bedarfs- und Entwicklungsplan zur Pflegevorsorge“, der eine der Grundlagen für die Politik im Seniorenbereich von Sozial-Landesrat Josef Ackerl ist. „Diese Investitionssumme soll“, so ist weiter zu lesen, „den Trägern teils über die Wohnbauförderung durch das Land vorfinanziert, teils durch Bedarfszuweisungen und Sockelförderungen direkt durch das Land finanziert werden. . .“
Heinrich Häubl, Leiter der Mobilen Dienste der Caritas, begrüßt, dass das Land nun auch Wohnbeihilfe bei neuen Projekten des Betreubaren Wohnens zahlen will. Gleichzeitig weist er auf zwei Widerhaken hin: Von der Wohnbauförderung ausgeschlossen sind Gemeinschaftsräume, die ihm aber angeraten erscheinen. Ein zweites Problem ortet der Caritas-Mann darin, dass die Senioren in diesen Wohnungen nur Untermieter sind; bei Untermiete kann Wohnbeihilfe nicht in Anspruch genommen werden.
Oberamtsrätin Brigitte Martin vom Büro Ackerl erläutert die Überlegungen des Sozialressorts: Für das betreute Wohnen – in der Formulierung „betreutes“ bzw. „betreubares“ Wohnen besteht zwischen Land und Caritas ein feiner Unterschied – wurde mit dem zuständigen Wohnbaureferenten, Landesrat Dipl. Ing Erich Haider, eine Sonderförderung vereinbart. Durch diese Kooperation werden ca. 2000 betreute Wohnungen geschaffen, wodurch man 200 Heimplätze einsparen will. Gemeinschaftsräume hätten nur dort einen Sinn, wo Personal zur Verfügung steht, anders werden sie nicht angenommen. Wer soll aber den Betrieb der Gemeinschaftsräume zahlen, fragt Frau Martin. „Service-Häuser“, die zentral erreichbar sind, seien zielführender.
Die Gemeinschaftsraum-Frage ist nur ein Detail der Wohnthematik für ältere Menschen. Kurzzeitpflege und Tagesbetreuung sind zwei weitere Anliegen. Die Pflegeheimdiskussion (etwa „Sonnenhof“, siehe letzte KIZ) und besondere Urlaubsangebote für kranke und sie pflegende Menschen (etwa „Alzheimer“, siehe vorletzte KIZ} sind Beispiele. Die Politik und die Initiative Privater sind hier gleichermaßen gefragt.
Caritas-Dienste
Besuchsdienst in Linz Zentrum – Begleitung beim Einkaufen, einfach spazieren gehen, mit jemandem plaudern. Einsatzleiterin Linz: Heide Götzendorfer, Tel.: 0732/78 42 33-13
Altenhilfe für Betreuung zu Hause (Körperhygiene, Begleitung bei Arztbesuch, Haushalt . . .)Tel.: 0732/76 10-2410
Gesprächsgruppen für Pflegende Angehörige denn es ist gut, frei erzählen zu können (Informationen, Referenten zu Sachthemen, Erfahrungsaustausch)Tel. 0732/76 10-2427