Willi Bangerl ist Seminarist am Germanicum, dem deutschsprachigen Priesterseminar in Rom. Im Herbst wird er zum Priester geweiht.
Wie erlebten Sie als Priester-student den Wechsel von Linz nach Rom? Nach nur fünf Wochen Italienischkurs gleich ins Studium selbst geworfen zu werden, war am Anfang schon hart.Wenn man ins Germanicum wechselt, ändert sich viel. Es ist ja doch so, dass die meisten Studenten hier aus kleinen Seminaren kommen. Hier sind wir 105 Seminaristen, davon 94 im Haus. Es macht Freude in einer so großen Gemeinschaft zu leben und Kontakte zu knüpfen. Wir haben hier die Möglichkeit, über den Bereich des eigenen Heimatlandes hinauszublicken und Studenten aus anderen Ländern kennen zu lernen.
Wie sehen diese Unterschiede zwischen Studenten verschiedener Länder aus? Wir leben hier mit Studenten aus Ungarn und Siebenbürgen, auch griechisch-katholische Studenten, die vor der Weihe heiraten dürfen, sind dabei. Die einen leben noch so richtig in einer Volkskirche, andere erleben das, was von dieser Volkskirche übrig geblieben ist. Wenn man Leute konkrekt und persönlich kennen lernt, mit ihnen studiert, kann man vieles besser verstehen.