Rubia Salgado ist für Öffentlichkeits- undBildungsarbeit bei „MAIZ“ zuständig. MAIZ ist ein Verein von und für Migrantinnen in Oberösterreich.
Was sind die Arbeitsbereiche von MAIZ? Ein Schwerpunkt ist im Bereich Gesundheit. Da geht’s vor allem um Prävention bei Migrantinnen, die als Prostituierte arbeiten. Im Bereich Bildung bietet MAIZ seit Beginn vor fünf Jahren Deutschkurse an. Wichtig ist auch die Arbeit mit Jugendlichen – wir veranstalten Berufsorientierungskurse.
Wie viele Frauen nehmen Ihr Angebot in Anspruch? 1999 hatten wir mehr als 2000 Beratungen. Täglich kommen bis zu zehn Frauen mit den verschiedensten Anliegen.
Gibt es eine Zusammenarbeit mit politischen Institutionen? Sehr gute sogar. Das Gesundheitsamt der Stadt Linz unterstützt uns und ebenso das Land OÖ. Da geht’s ja auch um die Gesundheit der österreichischen Familien. Bei Anliegen, die „nur“ die Migrantinnen betreffen, wird’s schon schwerer.
Haben Sie Angst, dass eine Regierungsbeteiligung der FPÖ Ihre Arbeit erschweren könnte? Wir haben schon schwierigere Zeiten durchgemacht, wir machen weiter. Aber es kann sein, dass es für uns schwieriger wird.