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Damit die Liebe bleibt

Verflixte Stolpersteine in der Liebe und wie man sie vermeidet
Ausgabe: 2000/05, Liebe, Schicho
01.02.2000
- Maria Haunschmidt
Welche Stolpersteine ortet die Familienberaterin Dr. Martha Schicho bei Jungverliebten? Was ist zu beachten? Statistisch erwiesen ist, wer die ersten Hürden meistert, hat die Chance auf eine Dauerbeziehung.

1. Liebe braucht Pflege, damit sie sich nicht erschöpft. Verliebtheit hält nicht von selbst. Notwendig sind respektvoller Umgang, zärtliche Gesten, gegenseitige Aufmerksamkeiten und Wertschätzung, dem anderen das Ohr leihen, Be-/Achten.

2. Keine zu hohen Erwartungen setzen: Viele haben unrealistische Vorstellungen von einer „Verschmelzung“ auf Dauer. Die Forderung: „Du bist der, der mich glücklich machen muss!“, ist unerfüllbar. Der andere ist auch kein Hellseher. So hilft es, ihm Wünsche und Vorstellungen mitzuteilen.

3. Auf (erste) Missklänge horchen. Wenn eine/r am/an der Partner/in Seiten entdeckt, die ihn/sie stören, vielleicht abstoßen, (schlampiges Äußeres, Unpünktlichkeit ...), soll er/sie diese nicht übergehen. Nach der ersten Verliebtheitsphase, in der man den Partner nicht kränken will (oder auch Angst hat, ihn zu verlieren), kann so etwas schnell zu einem Berg anwachsen, der kaum mehr abzutragen ist. Mögliche Lösungen: den anderen anzunehmen versuchen, einiges auch aushandeln und das Entgegenkommen anerkennen. „Umerziehen“ funktioniert meist nicht. Zum Beispiel: Ein „zeitloser“ Mann, der sich seiner Partnerin zuliebe um Pünktlichkeit bemüht, wird diesen Vorsatz eher durchhalten, wenn er spürt, dass sie dies merkt und darauf positiv reagiert.

4. Ein eigener Mensch bleiben: Ständig im Gleichschritt gehen, das wird schnell fad. Starke und eigenständige Partner/innen mit eigener Meinung sind bessere Partner/innen. Sich um Ebenbürtigkeit zu bemühen ist bei den heutigen Anforderungen besonders wichtig.

5. Über den Gartenzaun hinausschauen: Das macht das gemeinsame Leben spannend, gibt Impulse und beflügelt den Austausch. Es macht den Partner immer wieder neu und interessant.

6. Bei aller Eigenständigkeit Gemeinsames pflegen, eine Beheimatung schaffen. Gut ist es, wenn sich beide zu Hause gleichermaßen wohl und angenommen fühlen und angemessen zur Hausarbeit beitragen.

7. Unterschiedlichkeiten der Werthaltungen erkennen. Beispiele: Sparmeisterin und Verschwender oder Morgenmensch und Abendmensch. Es gilt Regeln auszuhandeln. Das kann mitunter harte Arbeit sein.

8. Meinungsverschiedenheiten auf der Sachebene austragen lernen. Krisen sind unvermeidbar, bei richtigem Umgang tragen sie zur gemeinsamen Reifung bei.

9. Die Liebe als kostbaren Schatz annehmen. Das Glück, eine/n Partner/in an der Seite zu haben, ist nicht selbstverständlich. Das ist den Schuss Humor und Gelassenheit wert, den es immer wieder braucht ...

10.Professionelle Hilfe ist keine Schande mehr.Eine beständige Freude aneinander kann das Ergebnis einer längeren Befolgung obiger Regeln sein. ...

Ehe-, Familien- und Lebensberatung mit 19 Außenstellen in OÖ: Tel. 0732/77 36 76.
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