Alternative Energie als Ausdruck der Verantwortung für die Schöpfung
Ausgabe: 2000/05, Mitterkirchen Sonne, Energie
01.02.2000
- Judith Moser
Die Energie der Sonne zu nutzen ist in einigen Pfarren im Gespräch. Mitterkirchen hat als erste Pfarre der Diözese eine Photovoltaikanlage auf dem Pfarrhaus-Dach installiert.
„Ich denke, als Christen haben wir eine besondere Verantwortung gegenüber der Schöpfung“, meint Leo Lindenhofer, der die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage am Dach des Pfarrhauses in Mitterkirchen initiiert hat. Er hat selbst auf seinem Haus eine Anlage installiert und ist von der Idee, „Strom vom Himmel“ zu nutzen, begeistert. Lindenhofer ist im Pfarrkirchenrat aktiv.
In der Pfarre hat er nicht allzu viel Überzeugungs-Arbeit leisten müssen: Pfarrer Vitus Kriechbaumer war bei der Besichtigung von der „Lindenhofer’schen Anlage“ begeistert und durch Förderungen von Land, ESG und der Diözese kostete die Anlage nicht mehr als etwa 20.000 Schilling. Der Pfarrgemeinderat stimmte für die Errichtung der Anlage. Die Förderungen waren deshalb so hoch, weil Österreich bemüht ist, den Anteil an Alternativ-Energie auf die von der EU vorgesehenen sechs Prozent zu erhöhen.
Die Anlage in Mitterkirchen wurde im Dezember 1997 installiert und produziert im Jahr etwa 3000 KW umweltfreundlichen Sonnenstrom. Sie versorgt zum Teil Pfarrhof, Pfarrheim und Pfarrkirche, überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.
„Wir haben eine besondere Veranwortung“, so Leo Lindenhofer, „wenn man etwas Gutes sieht, kann man ruhig einen Schritt voraus machen und muss nicht einen Rückschritt tun.“