Die Gewerkschaften protestieren gegen den „Sozialabbau“ der neuen Regierung. Vor allem die Maßnahmen zur Eindämmung der Frühpensionen gehen ihr gegen den Strich. Deshalb haben sie auch den Koalitionspakt zwischen SPÖ und ÖVP platzen lassen. Es ist das gute Recht der Gewerkschaften, Arbeitnehmerinteressen zu vertreten. Es ist aber auch eine Tatsache, dass Österreich das Land mit den jüngsten Pensionisten ist und dass dadurch die Pensionen künftiger Generationen gefährdet werden. Aber für die Zukunft schlägt das Gewerkschafterherz wohl nicht so heiß. Denn als den Jungfamilien die Geburtenbeihilfe und ein Viertel des Karenzgeldes gestrichen wurden (50.200 öS), war von ihnen kein Protest zu hören.