Der Start des ökumenischen Sozialwortes der christlichen Kirchen in Österreich wird unter dem Eindruck der jüngsten politischen Entwicklung auf Herbst verschoben. Das hat die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe), die mit der Koordination betraut ist, am Donnerstag mitgeteilt. Jetzt habe Vorrang, „die aktuellen Herausforderungen mit ganzer Kraft wahrzunehmen und negativen Entwicklungen entgegenzuwirken durch einen positiven Dialog“. „Mit großer Sorge“, so die ksoe, werden die aktuellen Ereignisse von den Kirchen verfolgt. Es bestehe die Gefahr einer „weiteren Zunahme von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, das Regierungsprogramm verursache „große Unsicherheit“. Wörtlich heißt es: „Die derzeitigen Entwicklungen erfordern von den Kirchen größte Aufmerksamkeit und das kritische Engagement aller Christen.“ Der Wunsch nach möglichst breiter Beteiligung am Sozialwort habe die Verschiebung um ein halbes Jahr nötig gemacht.