Das Linzer „Haus der Frau“ startete letzten Freitag eine Schwerpunkt-Reihe „Frauengeschichte und Christentum“. Wir sprachen mit der Frauenbeauftragten Mag. Gabriele Kienesberger.
Was ist Ziel der neuen Reihe? Es geht uns um einen Perspektivenwechsel, indem wir Frauengeschichten aufzeigen, die bislang nicht so bekannt sind, vor allem aus dem Ersten Testament. Wir möchten aber auch aktuelle Vorgänge in der religiösen Frauenbewegung aufzeigen.
Glauben Frauen anders als Männer? Wir möchten vor allem anders an die Themen herangehen, indem wir verschüttetes Wissen über Frauengeschichten freilegen. Das ist ja unser Anliegen: dass wir an Hand von ganz bestimmten Frauen aus der Geschichte ihren Umgang mit religiösen Fragestellungen aufzeigen. Wir können sie dann zum Teil auch als unsere Vorbilder sehen. Frauen aus dem Ersten Testament spielen ja in unserer üblichen Liturgie gewöhnlich nicht wirklich eine Rolle. Dieses Glaubensgut möchten wir ins Bewusstsein rücken.
Ist die Reihe auch für Männer offen? Es gibt keine Beschränkungen.
Die nächste Veranstaltung der Reihe ist für 31. März, 16 bis 21 Uhr, mit Prof. Dr. Irmtraud Fischer zum Thema „Frauen im Ersten Testament“ geplant.