Dass die Regierung heuer keine Budget-Vorsorge getroffen hat, im Juni und Oktober Zivildiener zuteilen zu können, löste Alarmglocken bei Caritas, Rotem Kreuz und anderen aus.Blicken wir ein Vierteljahrhundert zurück, als der Zivildienst als Wehrersatzdienst eingeführt wurde. Wieviele Schmähungen hatten manche Österreicher parat gegen jene, die ihre Gewissensgründen vor einer Kommission glaubhaft machen mussten. Heute kann es ein soziales Österreich nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren, auf die Zivildiener zu verzichten. Vielleicht kann diese Erfahrung, wie unrecht man tun kann, für die Zukunft manches Vor-Urteil im Keim ersticken.