Seit zwei Wochen gibt es täglich neue Funde von Massengräbern in Uganda. Über 1000 ermordete Anhänger der Sekte „Bewegung zur Wiedereinsetzung der Zehn Gebote“ sind bisher entdeckt. Die Anhänger waren misstrauisch und hatten ihren Habe zurückverlangt, nachdem zum Jahreswechsel der Weltuntergang ausgeblieben war. Ugandas Sektenmorde führen dramatisch vor Augen: Auf dem schwarze Kontinent – von Aids, Kriegen und Naturkata-strophen gezeichnet – haben selbsternannte Heilslehrer Hochkonjunktur. Hoffnungslose suchen ihre Zukunft in Heilsversprechen, die sich als leer erweisen. Auch christ-lichen Kirchen gelingt es nicht, das Abwandern ihrer Gläubigen zu stoppen. Auch deshalb, weil gerade Christen Schuld am Zustandekommen der Endzeitstimmung am Kontinent tragen und nicht ernsthaft einen Beitrag zur Lösung der Probleme leisten wollen.