Neues wagen, Altes bewahren: eine Stiftsgalerie als Ort lebendiger Kunst
Ausgabe: 2000/14, Bilger, Schlierbach
04.04.2000
- Elisabeth Leitner
Margret Bilger im Zisterzienserstift Schlierbach: mehr als 100 Fenster ließ die Glaskünstlerin in der stiftseigenen Glasmalerei-Werkstätte anfertigen. Den Weg eines Glasfensters kann man jetzt in einer Ausstellung nachvollziehen.
„Von der Skizze zum Glasfenster“ nennt sich die Ausstellung, die jetzt im Stift Schlierbach zu sehen ist und die Entstehungsgeschichte eines Glasfensters in einzelnen Schritten zeigt. Bilger, eine der größten Glaskünstlerinnen Österreichs nach 1945, hatte zum Stift eine enge Verbindung, da sie im Rahmen ihrer künstlerischen Tätigkeit oft Wochen und Monate im Kloster verbrachte. In der nach ihr benannten Galerie möchte man daher das „Erbe“ der Künstlerin bewahren. Gleichzeitig gilt es aber auch, neue Kunst zu wagen, um Kunst lebendig zu halten. Ein Miteinander und Nebeneinander religiöser Volkskunst (Weihwasserbecken, Andachtsbilder) und zeitgenössischer Kunst („Wasserbilder“ von Inge Dick) wird in der Ausstellung „Wasser“ kurz vor Herbstbeginn zu sehen sein. Jetzt ist noch bis 25. Juni Zeit, sich „Margret Bilger in Schlierbach“ anzuschauen.