Es kann schon vorkommen, dass Eltern der Geduldsfaden reißt, wenn Jugendliche nicht einmal kleine Handgriffe (im Haushalt) übernehmen wollen und wenn, dann nur mit viel Widerstand.
Gleichzeitig haben sie sehr bestimmt Wünsche. Jugendliche fühlen sich heute subjektiv arm, wenn sie sich trendige Freizeit, Medien, Marken und Erlebniskonsum nicht leisten können.
Frage ist: Wie bekommen Kinder sonst noch Selbstwert und Anerkennung? - Das Konsumverhalten der Kids sagt auch etwas über unsere Kaufgewohnheiten aus. Werden Sie sich ihres eigenen Konsumverhaltens bewusst und stehen Sie dazu, denn auch wir Erwachsene leben gut damit. - Fragen Sie sich selbst, ob Sie dies oder jenes wirklich brauchen. - Die Beziehung zu Jugendlichen „riskieren“, d. h. durch ein NEIN zum gewünschten Mehrkonsum Ablehnung und vorübergehende Beziehungsstörungen in Kauf zu nehmen – das ist für Eltern heute ganz schön schwierig. - Mit Jugendlichen immer wieder darüber reden. Es gibt später nicht automatisch den guten Job, der immer Spaß macht und genug Einkommen bringt. Es hängt bei weitem nicht alles vom guten Beispiel (der Eltern) ab, denn es gibt viele Miterzieher/innen. Außerdem: Unsere Kids gehen heute mit Konsum viel unbefangener um und sind keineswegs mehr manipulierbar als wir Erwachsene.