Die Karwoche bewusst mitzufeiern und mitzugestalten – ermöglicht ein ganz anderes Erleben von Ostern.
- Einen Frühlingsspaziergang genießen: Ostern und Frühling gehören zusammen. Wo gibt es in der Natur Zeichen neuen Lebens? Wo keimt etwas auf? Darüber hinaus nachdenken, wie können wir sensibel werden für die Mitmenschen, damit auch sie „aufblühen“ können? Aus zwei keimenden Ästen – aus Bast oder Draht – ein Kreuz binden. Man legt es auf einen Papierbogen. Darauf kann man alles Traurige schreiben, malen oder als Collage kleben, das ein „Kreuz ist“ in der Familie oder in der Welt. Bis Ostern über Lösungen nachdenken, was sich dagegen tun lässt.
- Mit Kindern aus Samen Gräser ziehen, um das Gesetz des Wachsens zu sehen. Einprägsam ist eine Kreuzform: Dafür eine Alufolie in Kreuzform richten und in ein längliches Gefäß geben. Vorsichtig Watte oder Erde draufgeben, Kresse- oder Grassamen aussäen und ständig feucht halten. Zu Ostern kann man Ostereier dazulegen.
- Kindern erzählen oder vorlesen, wie Gleichaltrige in Krisen- und „Hunger“-Gebieten leben müssen – und darüber sprechen. Im Atlas solche Gebiete suchen.
- Eine Osterkerze verzieren. Bunte Wachsplättchen werden auf eine weiße Kerze gedrückt. Mögliche Motive: Kreuzform oder die griechischen Buchstaben Alpha und Omega.
- Eine Osterblume mit sechs Blütenblättern – für jeden Tag der Karwoche, ab Montag – zeichnen. In jedes Blütenblatt wird ein Fastenvorschlag z. B. zur Bibelstelle Jesaja 58 eingetragen (nach einem Vorschlag einer pfarrlichen Fas-tengruppe): 1. Heute nehme ich mit einem Menschen, den ich schon lange nicht gesehen habe, Kontakt auf. 2. Heute denke ich darüber nach, was in mir unterdrückt ist. Was kann ich tun, damit ich frei werde? 3. Auf keinen mit dem Finger zeigen. Heute rede oder denke ich über niemand schlecht. 4. Heute bin ich wachsam für meine Umgebung: Wo hat jemand Hunger nach Aufmerksamkeit? 5. Heute nehme ich mir Zeit zu beten, suche Kontakt zu Gott. 6. Heute versuche ich eine positive Tagesgestaltung ohne Stress und wenn möglich ohne Medien.
- Am Karfreitag verzichten viele Familien drauf, sich mit den üblichen Ablenkungen zu zerstreuen, bewusst wird ganz auf Fernsehen, Radio und Computer verzichtet.
- Über den Tod nachdenken: Vielleicht ergibt sich ein Gespräch über die „Endlichkeit“ des Menschen – ganz konkret auch unter Ehepaaren. Das Thema Tod wird meist tabuisiert, es anzusprechen kann aber unter Umständen hilfreich und gut sein.