Wie die Kirche früher mit den Glocken ihre Anwesenheit bekundet hat, muss sie auch mit den neuen Medien – vor allem im Internet – zeigen, dass sie da ist. Dies betonte der Kirchenbeauftragte beim ZDF, P. Eckhard Bieger SJ, vor katholischen Journalisten sowie bei einem Medien-Studientag im Bildungshaus Puchberg in der letzten Woche.
Seit die Moderne den Fortschrittsglauben aufgeben musste, sei auch Religion für Medien interessant geworden, betonte Bieger. Er stellt einen „erhöhten Orientierungsbedarf“ bei den Menschen fest. Von Boulevardblättern würde dieser Bedarf heute verstärkt abgedeckt. Die Kirche erreiche den größeren Teil ihrer Mitglieder heute mehr über die Medien als durch Gottesdienste und Veranstaltungen. Das Internet werde die kirchlichen Strukturen erheblich verändern, sagt der Kommunikationsexperte voraus. Für die aktuelle kirchliche Kommunikation könne das Internet das Basismedium werden.