„Chancengleichheit und Regionalentwicklung. Regionale Netzwerke als Antwort auf Europäische Herausforderungen“ lautete der Titel einer Tagung am 6. und 7. April im Museum Arbeitswelt in Steyr. Veranstalter war das Büro für Frauenfragen des Landes OÖ zusammen mit dem Regionalmanagement Steyr/Kirchdorf und der Frauenstiftung Steyr. Expertinnen und Experten sprachen über die Situation von „Frauen am Land“. Ausgangspunkt für die Tagung war die Frauenpolitik der EU. Bisherige Versuche, Frauen auf allen Ebenen gleichzustellen, konnten nicht den gewünschten Effekt erzielen. Ein neuer Versuch ist das „Gender Mainstreaming“: In allen politischen Konzepten, auf allen Ebenen und in allen Phasen soll eine geschlechterbezogene Sichtweise eingebracht werden.
Doppelte Barrieren
Präsentiert wurden in Steyr auch konkrete Projekte wie „egalité“, ein Projekt des Regionalforums Steyr-Kirchdorf. Neben den Barrieren, die sich für Frauen etwa als Gründerinnen eines Unternehmens ohnehin in den Weg stellen, spielt im ländlichen Raum auch die räumliche Dimension eine Rolle: eingeschränkte Mobilität, große Distanzen, Mangel an adäquaten Kinderbetreuungseinrichtungen usw. In Workshops wurde zu den Themen „Arbeit-Beschäftigung-Qualifizierung“, „Ist Selbstständigkeit eine Lösung?“ und „Frauen treten aus dem Schatten“ gearbeitet.