Die Stimme dieser Frauen und Männer, die wegen ihres Einstehens für den christlichen Glauben Verfolgung und Tod erlitten haben, sei „lauter als alles Trennende“, sagte Papst Johannes Paul II. anlässlich der ökumenischen Feier zum Gedächtnis an die „Glaubenszeugen“ des 20. Jahrhunderts. 12.692 exakt erhobene Namen umfasst bisher die Liste der Märtyrer aus allen christlichen Kirchen. Derzeit kommen fast täglich neue Namen dazu. Experten schätzen, dass das 20. Jahrhundert doppelt so viele christliche Opfer hervorgebracht hat als die vorhergehenden Jahrhunderte zusammen. Mit jeweils zwei Zeugnissen gedachten die Kirchen der Opfer des Stalinismus und des Kommunismus, des Nationalsozialismus und anderer politisch motivierter Kirchenverfolgungen sowie der Opfer der Evangelisierung in Afrika, Asien und Amerika und der Märtyrer aus islamischen Ländern (z. B. Armenier).