Ausgabe: 2000/19, Ilse Zöchmann, Mutter, Aktion Leben
09.05.2000
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Die dreifache Mutter Ilse Zöchmann ist Organisationssekretärin bei der Aktion Leben OÖ.
Einer der wichtigsten Anzeiger, wie sehr die Gesellschaft Familie und Kindern Platz gibt, ist, wie es Müttern (und Vätern) im Beruf geht, wenn sie ihre Eltern-Rolle ernst nehmen. Wir fragten Ilse Zöchmann von der Aktion Leben OÖ, ob in dieser Frage die Kirche eine Vorbildrolle hat.
Die Kirche als Arbeitgeberin ist nicht anders wie andere Einrichtungen. Das trifft speziell auf die Sekretärinnen zu. Wer in höheren Positionen ist, hat mehr Möglichkeiten. Allerdings – zum Wiedereinstieg gibt es Angebote.
Was müsste ein Betrieb berücksichtigen, um Müttern die Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung zu ermöglichen?
Möglichst flexible Dienstzeiten. Dienstgeber müssten zeigen, dass sie Familien und Kinder wertschätzen. Das hätte vor allem Konsequenzen in der Rücksichtnahme auf unvorhersehbare Ereignisse mit Kindern.
Was sagen sie jenen, die meinen, Muttersein ist eine ausreichend erfüllende Aufgab?
Ich glaube auch, dass Kinderbetreung ein erfüllendes Leben bedeutet. Doch das hat in einem Frauenleben zeitlich begrenzte Wichtigkeit. Ich denke schon, dass es wichtig ist, auch außer Haus tätig zu sein. Man hat ja auch vorher einen Beruf gehabt, den man gerne ausgeübt hat.