Bei der zweiten Konferenz der katholischen Umweltbeauftragten in Europa forderte Bischof Josef Homeyer von Hildesheim eine größere Beachtung für eine öko-soziale Marktwirtschaft. Homeyer kritisierte, dass der Lebensstandard in Europa fast ausschließlich am Bruttonationalprodukt gemessen werde, nicht jedoch an sozialen und ökologischen Kriterien. Er appellierte an die EU, die Osterweiterung als Chance für einen großen Sprung in der Umweltpolitik zu nützen. Bei der Situation des Umweltschutzes in den „Reformländern“ könne dort mit den gleichen finanziellen Mitteln eine ungleich höhere Umweltentlastung erreicht werden als im Westen. In ihrer Schlussresolution kritisierten die kirchlichen Umweltbeauftragten, dass bei der Wiederaufbauhilfe für Osteuropa Umweltaspekte weitgehend vernachlässigt werden. Die Kirchen wollen mit eigenen Einrichtungen gegensteuern.