In Krakau liegen die Gebeine des hl. Florian begraben. Wie der Heilige nach Polen kam, entdeckten Linzer Pilger bei einer Floriani-Wallfahrt nach Krakau.
„Wer von euch ist bereit, nach Polen zu gehen?“ So befragte der Papst die in der Gebeinekammer versammelten Reliquien aller Heiligen, deren sterbliche Überreste in der Ewigen Stadt ruhten. Nur von einer einzigen bekam er zu hören: „Ich bin bereit, nach Polen zu gehen.“ – Es war die Reliquie des heiligen Florian. Was die Legende sagt, hat einen wahren Kern. Die Reliquien des heiligen Florian waren von den vor den anrückenden Germanen zurückweichenden Römern aus dem Donauraum nach Rom gebracht worden. Als man in Polen für die neue Kathedrale von Krakau Reliquien brauchte, wurden Gebeine des Heiligen nach Krakau gebracht. Das geschah unter Papst Lucius II. im 12. Jahrhundert. So wurde der hl. Florian zu einem bis heute hoch verehrten Heiligen auch in Polen. Neben dem Dom in Krakau wird er in der Florianikirche in Krakau, an der einst Papst Johannes Paul II. Kaplan war, verehrt. Anfang Mai begab sich eine Pilgergruppe der Floriani-Pfarren aus dem Dekanat Linz-Süd auf die Spurensuche zu den Floriani-Gedenkstätten in Polen. Ein Floriani-Tor, die Florianistraße und die Florian-Kirche weisen bis heute auf die Bedeutung des Heiligen für die Kirche Polens hin. Von hier aus war erst 1968 wieder eine Reliquie in die oberösterreichische Basilika Enns-Lorch zurückgebracht worden – in die Gegend, in der der Heilige das Martyrium erlitt. Die Linzer Pfarren Kleinmünchen, Ebelsberg und Pichling unternahmen die Wallfahrt als ihren Beitrag zum Heiligen Jahr 2000, begleitet von Kaplan Mag. Reinhard Bell. Beeindruckt waren sie auch von den Wirkstätten des jetzigen Papstes in Polen.