20 Jahre gibt es die christliche Menschenrechtsorganisation CSI (Christian Solidarity International) in Österreich. Zehn Jahre davon ist die Angestellte Mag. Eva Kreil in der CSI-Gruppe Leonding aktiv.
Worum geht es bei Ihrem Einsatz um Menschenrechte? Es ist die Vision, dass die Schicksale verfolgter Christen fest in ein Pfarrleben eingebunden werden. Wir wollen Verfolgung abwenden. Die daraus entstehende Solidarisierung über Grenzen hinweg bringt mit Gottes Hilfe vieles in Bewegung.
Warum machen Sie selbst mit? Gott hat jedem Menschen eine einzigartige Würde gegeben. Dennoch werden viele verfolgt, weil sie sich zu Gott bekennen. In unserem Land haben wir Freiheit, den Glauben zu leben, für den andere verfolgt, verleumdet und eingekerkert, ja sogar ermordet werden. Wenn wir unsere Unterschrift auf ein Protestschreiben an die Verantwortlichen für Unterdrückung setzen, riskieren wir nicht unser Leben, aber viele Unterschriften können Leben retten.
Wann hat sich die Arbeit gelohnt? Immer, wenn jemand aus dem Gefängnis entlassen wurde, zum Beispiel eine Kinder-Sozialarbeiterin in Mexiko, die zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt war. Gefangene berichten uns, dass sie nach unseren Protestschreiben besser behandelt wurden.