Immer wieder fordern Politiker und Interessenvertreter (ÖGB, AK), Familienleistungen für Bezieher höherer Einkommen zu kürzen. Erst kürzlich stellte Finanzminister Karl-Heinz Grasser in der „Tiroler Tageszeitung“ das Karenzgeld für Besserverdienende in Frage. Er widersprach damit dem Regierungsabkommen, in dem klar festgehalten ist, dass ab Jänner 2002 das Karenz-/Kinderbetreuungsgeld für alle kommen soll. Es soll dann auch zur Gänze aus dem Familienlastenausgleichsfonds finanziert werden. Damit unterstreicht die Regierung, so der Präsident des Katholischen Familienverbandes, Johannes Fenz, dass sie das Karenzgeld als Familienleistung betrachtet. Familienleistungen aber sind, im Unterschied zu Sozialleistungen, kein Ausgleich zwischen Arm und Reich, sondern zwischen Kinderlosen und Familien mit Kindern. Fenz weist auch darauf hin, dass es bei den Familienleistungen bereits jetzt eine hohe soziale Treffsicherheit gebe. Die Besserverdienenden zahlen viel mehr ein als sie bekommen