1. Lesung Dan 7, 2a. 13b–14Unter König Antiochus IV. Epiphanes (175–164 v. Chr.) spitzt sich für das jüdische Volk die Lage lebensbedrohlich zu: Antiochus wollte in allen ihm unterworfenen Gebieten die griechische Kultur, Denkweise und Religion einführen. Gottesdienste im Tempel in Jerusalem, Beschneidungen, Halten des Schabbat sind bei Todesstrafe verboten. In letzter Verzweiflung kommt es zum bewaffneten Aufstand. In dieser Situation entstehen die Visionen des Danielbuches: Der Menschensohn (Israel, das „Volk der Heiligen des Höchsten“ V. 27) erhält die Herrschaft über alle Völker.
Ich (Daniel) hatte während der Nacht eine Vision: Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben. Alle Völker, Nationen und Sprachen müssen ihm dienen. Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft. Sein Reich geht niemals unter.
2. Lesung Offb 1, 5b–8
Johannes beginnt sein Buch mit einem Glaubensbekenntnis: Jesus liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst. … er (Jesus Christus) ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde. Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut; er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, amen. Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.