Im letzten Teil der Reihe „Frauengeschichte und Christentum“ sprach die evangelische Pfarrerin Mag. Barbara Heyse-Schaefer über verschiedene Gottesbilder: jene, die uns geprägt haben, und jene, die neue Horizonte eröffnen.
Gott im Himmel wird oft als mächtig und doch isoliert gesehen, er ist ein Gott der Ferne mit „männlichen“ Eigenschaften. Mir geht es um ein neues Gottesbild und eine neue Gottesbeziehung. Ich möchte Gott hörbar, fühlbar, „schmeck“ bar, ... machen. Gott ist nicht nur im Himmel, sondern auch hier auf der Erde. Die Bibel erzählt davon.
Viele biblische Gottesbilder sind „männlich“ dominiert. Gott wird in den biblischen Texten als Richter, Höchster, Retter, aber auch als Bäckerin, Hebamme und Henne bezeichnet. Von Gott wird mehrmals in „weiblicher“ Form gesprochen.
Wie können diese Bilder von Gott unser Handeln beeinflussen? Wenn Gott nicht nur der ferne, himmlische Gott ist, sondern ein „Angesicht“ hat, dann ist er ein personaler Gott, der in Beziehung ist. Dies hat Auswirkungen auf unser Leben und unsere privaten wie öffentlichen Beziehungen, etwa im Einsatz für Menschen am Rande der Gesellschaft. Ich verwehre mich gegen einen „privaten“ Gott im stillen Kämmerlein.