Bewegungsmangel ist ein selbstständiger Risikofaktor zur Entstehung verschiedener Krankheiten, allen voran die Arteriosklerose, das sind Gefäßveränderungen in den Herzkranzgefäßen und im Kreislaufsystem des Körpers. In Kombination mit anderen Risikofaktoren multipliziert sich die Wahrscheinlichkeit, an Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen, Zuckerkrankheit u. a. ernsthaft zu erkranken. Fehlende Bewegung führt früher oder später zu allgemeiner Schwäche, Gewichtsproblemen und vorzeitigen Alterserscheinungen. Wenn Ihnen der Arzt Bewegung verordnet, meint er meistens damit Ausdauerbewegung. Hausarbeit, Gartenarbeit, Büroarbeit usw. können sehr anstrengend sein, sind aber damit nicht gemeint. Vielmehr versteht man unter Ausdauerbewegung eine körperliche Tätigkeit, die ohne Pause länger als 30 Minuten dauert. Je weniger Muskulatur dabei gebraucht wird, umso länger als 30 min muss bewegt werden: Radfahren also länger als 45 min, Spazierengehen länger als 45 min, dagegen genügen 30 min beim Schwimmen oder Laufen (Joggen). Ganz wichtig ist die regelmäßige Bewegung, das heißt nicht 10 min rasch gehen und dann 10 min auf einer Bank rasten, sondern Tempo etwas langsamer, auch wechselndes Tempo, aber durchgehend. Regelmäßig heißt aber auch häufig, mindestens dreimal oder öfter in der Woche. Neben den schon genannten Sportarten sind Wandern, Bergsteigen, Langlaufen, Rudern, Eislaufen, Inlineskaten ideale Formen des Stressabbaues, um die innere Ordnung wieder herzustellen.