Osteoporose ist weltweit eine verbreitete Knochenerkrankung. Die Knochenmasse ist vermindert und hat eine brüchige Feinstruktur. Daraus resultiert ein hohes Risiko eines Knochenbruches. Am häufigsten sind der Schenkelhals des Oberschenkelknochens, die Wirbelsäule und das Handgelenk betroffen. Jede dritte Frau und jeder siebte Mann über 50 in Österreich leidet daran. Das Frakturrisiko steigt bei über 75-Jährigen. Die höhere Lebenserwartung lässt immer mehr Menschen in diese Risikogruppe fallen. Das persönliche Leiden, der hohe Pflegeaufwand und auch die beträchtlichen Folgekosten sind durch rechtzeitige Vorbeugung und Therapie vermeidbar. Basis ist eine genügende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D in der Nahrung. Magere Milch und fettarme Milchprodukte sind reich an Kalzium, ebenso kalziumhältig sind Hafer, Roggen, Sesam, Nüsse und Hefe. Bei den Milchprodukten werden fermentierte wie Käse und Joghurt gut vertragen. Die besten Quellen für Vitamin D sind Fisch und Fischprodukte (z. B. im Lebertran), auch in Milch, Käse und Butter ist Vitamin D enthalten. Wichtig für eine Vorbeugung ist regelmäßige sportliche Aktivität (3-mal wöchentlich), besonders Sportarten, bei denen möglichst viele Muskeln, Sehnen und Gelenke gefordert sind. Regelmäßige Gymnastik (täglich 15 min oder 3-mal wöchentlich 1 Stunde) und ein Rückengymnastikprogramm wären empfehlenswert. Schließlich weise ich noch auf die Möglichkeit der Nahrungsergänzungen mit Kalzium- und Vitamin-D-Tabletten hin.