Johannesburg. Die mangelnde Bereitschaft innerhalb zur Versöhnung in der südafrikanischen Gesellschaft hat der Rat der christlichen Kirchen beklagt. Auch sechs Jahre nach dem offiziellen Ende der Apartheit sei die Südafrika noch immer nicht zu einer Nation zusammengewachsen. Zwar gebe es wunderbare Beispiele von Versöhnung und Vergebung unter Menschen verschiedener Hautfarbe, gleichzeitig aber gebe es immer noch Hass und Arroganz und eine tiefe Kluft zwischen den meist armen Schwarzen und den wohlhabenden Weißen, aber auch zwischen schwarzen Gruppierungen. Der Kirchenrat hat den 16. Dezember zum Versöhnungstag ausgerufen.
Slowakei: Vertrag mit Kirche
Preßburg. Mit großer Mehrheit hat vergangene Woche das slowakische Parlament den Grundlagenvertrag mit dem Vatikan gebilligt. Das Abkommen regelt die rechtliche Stellung der katholischen Kirche in der Slowakei. Er sichert u. a. den Religionsunterricht an staatlichen Schulen, den Zugang der Kirche zur Krankenhaus- und Gefängnisseelsorge, die Zusammenarbeit beim Denkmalschutz, die zivilrechtliche Anerkennung kirchlicher Eheschließungen und die Gleichstellung kirchlicher Privatschulen. Ein ähnlicher Vertrag mit Tschechien steht immer noch aus.
Islamisierung in Bosnien
Sarajewo. Kardinal Vinko Puljic von Sarajewo hat die zuneh-mende Islamisierung in Bosien beklagt. In den zahlreichen, von islamischen Regierungen gestifteten neuen Moscheen seien Imame tätig, die einen ideologisierten und kämpferischen Islam predigen. Sie vertiefen die Spaltung im Land und verweigern meist den Dialog.