Die Diözese Linz eröffnet am 6. Dezember ein „Pfarr-zentrum im Internet“. Seine Adresse: www.kath.at
„Ich bin allein mit meinen Kindern und weiß nicht mehr ein und aus“. „Ich habe niemanden zum Reden“ – Täglich klopfen Menschen in Not an die „elektronische Kirchentür der Diözese Linz“. Das Internet stellt die Seel-sorge zunehmend vor neue Herausforderungen. Das Kommunikationsbüro hat auf die veränderte Situation reagiert und ein „Computer-Pfarramt“ eingerichtet. Unter „www.kath.at“ sind seine Türen weit geöffnet: rund um die Uhr und natürlich von jedem Winkel der Erde aus in Sekundenschnelle zu erreichen.
Kein Anliegen ist zu gering
Herzstück von „www.kath.at“ ist ein sechsköpfiges Team von Frauen und Männern, die als Ansprechpartner/innen zur Verfügung stehen. „Entscheidend ist im Internet die Reaktionszeit. Wenn nicht innerhalb von 24 Stunden eine Anwort kommt, ist die Adresse für den Sender uninterssant“, so Mag. Ferdinand Kaineder, Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese. Das „Kath.at -Team“ stellt sicher, dass binnen kurzem auf jede Anfrage eine fundierte Antwort verfasst wird. „Kein Wischiwaschi, sondern professionelle Auskünfte. Das kann manchmal auch die Weiterleitung des Anliegens an Caritas, Abteilung Ehe und Familie oder an die Telefonseelsorge bedeuten“, so Kaineder.
In der Rubrik „Wer hilft wie?“ finden Ratsuchende auch die elektronische Form der gleich-namigen Broschüre. „Wer hilft wie ?“ wurde von der Kirchenzeitung, dem Land Oberösterreich und der Arbeiterkammer herausgegeben und beinhaltet auf 64 Seiten Informationen von A wie Adoption bis Z wie Zivildienst.
Pfarrcafe leider unmöglich
Der elektronische Pfarrhof besteht aber nicht nur aus dem Beratungszimmer, er bietet auch Raum zum Plaudern, in der Internetsprache „chatten“ genannt. Gott und die Welt, Ärger und Freude über das, was Internetbenutzer/innen bewegt, finden im „Net.Talk“ Platz. Wer sich öfters im Chat-Room von Kath.at aufhält, kann sich auch der Internet-Gemeinschaft anschließen. Besucher/innen, die zufällig in den elektronischen Pfarrhof kommen, empfängt stets ein Anschlagbrett mit Neuigkeiten.
Jugendstunde im Netz
„www.kath.at“ ist vor allem als Anlaufstelle für jüngere Menschen gedacht. Kaineders Traum: „Schön wäre es, wenn Jugendliche sagen: Jetzt gehe ich in die virtuelle Jugendrunde“. Die Internetadresse stellt auch eine Plattform für die Jugendarbeit dar: Über Kath.at lassen sich zum Beispiel Diskussionsrunden abwickeln. Das Internet ist längst kein Minderheitenprogramm mehr. Rund zwanzig Prozent der Haushalte Östereichs verfügen über einen Anschluss. www.dioezese-linz.at bleibt weiterhin die Adresse, unter der sich die Diözese in ihrer Gesamtheit findet,"www.kath.at" versteht sich als Zusatzangebot, so Kaineder. Natürlich ist auch die Kirchenzeitung im Internet zu finden: Jeweils ab Dienstag Mittag steht die neue Nummer im Netz, einen Tag bevor die Abonnenten die Druckausgabe in den Händen halten.
Stichwort:
Im Internet findet sich eine Flut von Informationen mit religiösem und pseudoreligiösem Inhalt, das Angebot ist unüberschaubar. Die folgenden Adressen beschränken sich auf neuere Angebote.
Die Salesianer Don Boscos haben eine elektronische Schule des Betens erarbeitet. Damit ist kein „Gebetsgenerator“ gemeint, bei dem man nur seine Sorgen ankreuzen muss und dann das passende Gebetsformular erscheint. Auf den Seiten "www.einfach-beten.de" finden die Besucher „Impulse für den Tag“ und praktische Tipps für das „Beten mit Leib und Seele“. Als kostenlosen Service gibt es einen regelmäßigen Rundbrief, zugestellt mit elektronischer Post. Eine virtuelle Kapelle im Internet hat der Franziskanerorden eröffnet. In einem 360 Grad Rundumschwenk ist die „Franziskus-Friedenskapelle“ des Wiener Klosters zu begehen. Die einzelnen Objekte des Raumes sind mit meditativen Texten hinterlegt. Außerdem können Gebete aus der Feder des heiligen Franziskus von Assisi zugeblendet werden. Einen Blick hinter die Klostermauern gewährt die Spalte „Ordensleben“. Die Adresse: www.franziskaner.at